„Radfahren wird 2026 noch attraktiver und sicherer“

Hamburg setzt Zeichen: Durch neue Projekte und innovative Lösungen
Hamburg bleibt auf Kurs beim Ausbau einer modernen und sicheren Radinfrastruktur. Insgesamt wurden seit 2020 schon 343 Kilometer Radwege gebaut oder saniert, das entspricht ungefähr der Entfernung von Hamburg nach Kopenhagen. Im Jahr 2025 wurden rund 50 Kilometer Radwege neu gebaut oder saniert – und damit wichtige Verbindungen für den Radverkehr geschaffen und verbessert. Insgesamt konnten 66 Prozent der Radwege als geschützte Radverkehrsinfrastruktur gebaut werden.

Neben der Kilometerzahl stehen vor allem die Qualität und Innovation der Maßnahmen im Fokus: Die Stadt setzt gezielt auf sichere, komfortable und zukunftsfähige Radwege.

2025: Mehr als nur Kilometer – Innovation und Netzentwicklung

Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche neue und wegweisende Projekte angeschoben und umgesetzt. Dazu zählen die Fortschreibung des Veloroutennetzes zum Hamburger Radnetz (Hamburger Radnetz), die Einführung eines neuen Wayfinding-Systems zur besseren Beschilderung der Radrouten (Wayfinding) und die bundesweit einzigartige Entwicklung eines standardisierten Vorgehens zur Nachrüstung von Protektionselementen an Radfahrstreifen (Leitfaden). Mit der Radbrücke Halskestraße wurde zudem die erste reine Radbrücke Hamburgs gebaut – ein Pilotprojekt mit Vorbildcharakter. Das bereits abgeschlossene Projekt an der Louise-Schröder-Straße hat sogar den Deutschen Fahrradpreis 2025 gewonnen und zeigt exemplarisch, dass die Hamburger Radverkehrsförderung auch bundesweit Anerkennung findet.

Weitere herausragende Projekte waren u. a.:

-Neuer Jungfernstieg: Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit deutlicher Attraktivitätssteigerung des Straßenraums auch für Radfahrende (breite Gehwege, Bepflanzung)
-Rund um die Hohenfelder Bucht: 4 m breite Zweirichtungsradwege einschl. einer eigenen Fuß- und Radverkehrsbrücke, attraktive Gestaltung durch Einbettung in die Umgebung (Alster, Alsterpark, Hohenfelder Bucht, besondere Komfort durch rot gefärbten Asphalt)
-Bei St. Annen: Schaffung einer besseren Nord-Süd-Verbindung durch die Speicherstadt Richtung HafenCity durch neue eigene Radfahrstreifen und geglättetes Kopfsteinpflaster (häufig geäußerter Bürgerwunsch)
-Halskestraße: Zweirichtungsradweg als Teil der künftigen Radroute Plus nach Geesthacht
-Max-Brauer-Allee: Radwege nach Kopenhagener Bauart
-Bundesstraße: Ersatz der desolaten Radwege durch Radfahrstreifen
-Wagnerstraße – Ritterstraße: Neuordnung der Radverkehrsführung und Beseitigung einer unsicheren Stelle, die immer wieder in der Kritik standen
Berner Straße – Fasanenweg: Protected Bikelanes im Rahmen der Grundinstandsetzung der Straße
-Instandsetzung vorhandener Radwege auf wichtigen Achsen, insbesondere Budapester Straße, Willy-Brandt-Straße, Schierenberg
-Zahlreiche selbstständig geführte Wege in den Bezirken Bergedorf und Harburg, z. B. Weg am Neuländer See (Teil der Freizeitroute 2. Grüner Ring)

2026: Neue Projekte für mehr Sicherheit und Komfort

Auch im Jahr 2026 treibt die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende den Ausbau des Radverkehrs weiter voran. Geplant und bereits im Bau sind unter anderem:

-Fünf Pilotprojekte zur Nachrüstung von Protektionselementen an Radfahrstreifen (Alsenstraße, Friedrich-Ebert-Damm, Glockengießerwall, Rugenfeld, Steintorwall)
-Neue und sanierte Radwege in der Saarlandstraße, Steinstraße und Georg-Wilhelm-Straße
-Die Radroute Plus Karl-Heinz-Rissmann-Weg mit einem getrennten Zweirichtungsradweg
-Protected Bikelanes am Eppendorfer Marktplatz und in der Manshardtstraße
-Verbesserungen an der St. Pauli Hafenstraße und die neue Fußgänger- und Radbrücke Entenwerder
-Die nächste Ausrollphase der Beschilderung für Radrouten
-In einem weiteren Pilotprojekt wird die Wirksamkeit von Zebrastreifen auf Radwegen geprüft

Mit diesen Maßnahmen schaffen wir mehr Sicherheit, Komfort und Orientierung für alle Radfahrenden in Hamburg. Die Stadt entwickelt das Radnetz kontinuierlich weiter und sorgt dafür, dass innovative Lösungen und Pilotprojekte schnell in die Praxis kommen.

Gemeinsam für eine fahrradfreundliche Stadt

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende arbeitet eng mit den Bezirken und Partnern zusammen, um Hamburg als fahrradfreundliche Stadt weiter zu stärken. Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen, die Lebensqualität zu steigern und die Mobilitätswende voranzutreiben.

Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Wir machen Hamburg Schritt für Schritt fahrradfreundlicher – mit innovativen Projekten und sicheren Radwegen, dabei setzen wir neue Standards. Unser Ziel ist, dass Radfahren für alle Hamburgerinnen und Hamburger noch attraktiver und komfortabler wird. Dafür setzen wir auf Qualität, Sicherheit und echte Verbesserungen im Alltag. Das Fahrrad hat eine zentrale Bedeutung in unserer Verkehrsplanung und -strategie.“

Weitere Informationen zum Hamburger Radverkehr und aktuellen Projekten unter: www.hamburg.de/radverkehr

Pressemitteilung Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

Foto: Weiter in sehr schlechtem Zustand: Radwege in den Walddörfern und im Alstertal, hier in Sasel am Berner Weg © InifelS

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