Rettet die Wiesenschmetterlinge

Der NABU sieht den in dieser Woche veröffentlichten neuen Index der Grünlandschmetterlinge vom Helmholzzentrum für Umweltforschung (UFZ) als Zeichen für dringliches Handeln. Die Auswertung des UFZ von Populationsdaten von fünfzehn Arten aus den letzten zwanzig Jahren zeigt einen starken Rückgang bei Wiesenschmetterlingen, darunter der Dunkle Dickkopffalter oder der Hauhechel-Bläuling.

Im Rahmen der Umsetzung des Europäischen Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur in Deutschland steht der Index der Grünschmetterlinge als einer von drei Möglichkeiten für die Messung des Erfolges der Maßnahmen in der Agrarlandschaft zur Auswahl. NABU-Insektenexpertin Dr. Laura Breitkreuz sagt: „Schmetterlinge sind einfach zu erkennen und reagieren schnell auf Umweltveränderungen, weshalb sie sich besonders gut als Indikator eignen. Dennoch wollen einige diesen Indikator für Deutschland streichen.“

Der NABU fordert, dass die neuen Erkenntnisse der UFZ-Studie berücksichtigt werden und dass die politisch Verantwortlichen die Chance ergreifen, die sich aktuell durch die Umsetzung des Europäischen Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur bietet.
Breitkreuz sagt dazu: „Die Ergebnisse der Studie mahnen deutlich, dass Deutschland den Index der Grünlandschmetterlinge beibehalten muss, damit endlich effektive Maßnahmen umgesetzt werden, denn sonst wird es irgendwann keine Wiesenschmetterlinge mehr geben.“

Pressemitteilung NABU

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