Vollsperrung bleibt – Schranken wird es nicht geben
Risse, Unebenheiten, Absenkungen oder Spurrinnen: Die Fahrbahn der Bergstedter Chaussee weist altersbedingte Schäden auf. Um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten, erneuert der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Straße ab dem 29. Juni 2026 auf einer Länge von rund 550 Metern. Zusätzlich zur Fahrbahn werden auch Gehwege und Nebenflächen saniert, Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut sowie die Straßenentwässerung und die Ampelanlagen modernisiert.
Siehe AKTUELL auch: /bergstedter-chaussee-baustart-fruehestens-am-20-juli/
Verkehrsführung während der Bauzeit
Eine Einbahnstraßenregelung auf der Bergstedter Chaussee wurde geprüft. Sie wäre jedoch mit einer Verdopplung der Bauzeit, erheblichen Mehrkosten und der Fällung vitaler Bäume verbunden. Die Arbeiten erfolgen daher unter einer abschnittsweisen Vollsperrung, die aufgrund der sehr engen Platzverhältnisse im gesamten Baustellenbereich zwingend erforderlich ist. Nur so können die Arbeiten sicher, durchgehend und zügig durchgeführt werden. Der Kfz-Verkehr kann über das nachgeordnete Straßennetz ausweichen. Die ursprünglich vorgesehenen Schranken werden nicht aufgestellt. Temporäre Halteverbote sind nötig, um den ÖPNV während der Bauphase zu ermöglichen. Der Schwerlastverkehr wird jedoch weiträumig umgeleitet.
Bauabschnitte und Zeitplan
Die Maßnahme gliedert sich in zwei Bauabschnitte:
1. Bauabschnitt: Landesgrenze bis Volksdorfer Grenzweg (29. Juni 2026 bis 18. Oktober 2026)
2. Bauabschnitt: Volksdorfer Grenzweg bis Vogtredder (19. Oktober 2026 bis 31. März 2027)
Für den Bus- und Radverkehr werden gesonderte Umleitungen eingerichtet. Radfahrende können Richtung Norden über Volksdorfer Damm – Ohlendorffs Tannen – An der Hochbahn – Im Winkel fahren und Richtung Süden über Ferdinand-Harten-Straße – Rügelsbarg – Lottbeker Weg. Über die Umleitungen im Busverkehr informiert der hvv unter www.hvv.de.
Weitere Arbeiten im Projektgebiet
Neben der Fahrbahnerneuerung werden auch die Gehwege und Nebenflächen, wie Aufenthaltsbereiche, Grünstreifen und Baumscheiben, umfassend erneuert und teilweise verbreitert.
Die bestehende Bushaltestelle im Bereich Vogtredder wird in gleicher Lage barrierefrei neu hergestellt. Die stadteinwärtige Bushaltestelle Volksdorfer Grenzweg wird aufgrund eines Bauvorhabens in Ammersbek dauerhaft in den Bereich zwischen Volksdorfer Grenzweg und Plaggenkamp verlegt.
Darüber hinaus werden:
die Straßenentwässerung modernisiert, um für künftige Starkregenereignisse besser gewappnet zu sein,
die Ampelanlagen technisch erneuert und mit taktilen sowie akustischen Elementen für sehbeeinträchtigte Menschen ausgestattet,
die Kreuzungsbereiche und Grundstückszufahrten zur besseren Übersichtlichkeit und Befahrbarkeit angepasst.
Pressemitteilung Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG)
Bergstedter Chaussee: Keine Sperrung durch Schranken
Die Bergstedter Chaussee verbindet Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Straße wird für die Sanierung abschnittsweise voll gesperrt. Der Verkehr wird über die umliegenden Straßen geführt.
Am 29. Juni 2026 beginnen wir mit der Sanierung der Bergstedter Chaussee zwischen Vogtredder und der Heinrich-von-Ohlendorff-Straße. In den vergangenen Wochen haben uns viele E-Mails wegen der angekündigten Sperrung mittels Schranken erreicht. Diese haben wir sehr ernst genommen und erneut alle möglichen Varianten der Verkehrsführung geprüft.
Die Sanierung wird weiterhin unter einer abschnittsweisen Vollsperrung stattfinden – jedoch ohne, dass Schranken aufgestellt werden.
Das bedeutet, dass sich der Verkehr, der normalerweise über die Hauptstraße fließt, seinen Weg durch das nachgeordnete Straßennetz suchen wird. Die Maßnahme wurde bewusst in die Sommerferien gelegt. Wir bitten dennoch alle Verkehrsteilnehmenden, aufeinander – und insbesondere die Kinder – Rücksicht zu nehmen. Der Schwerlastverkehr wird weiträumig umgeleitet.
Die finalen Abstimmungen mit allen beteiligten Behörden waren Voraussetzung für diese Entscheidung. Daher erfolgt diese Information erst jetzt. Wir bitten hierfür um Verständnis.
Alternativ zur Vollsperrung wurde eine Einbahnstraßenführung entlang der Bergstedter Chaussee geprüft. Diese ist jedoch bautechnisch und verkehrlich nicht umsetzbar, weil damit unter anderem eine Verdopplung der Bauzeit, erhebliche Mehrkosten sowie die Fällung vitaler Bäume verbunden wäre.
Die Vollsperrung hingegen ermöglicht eine kurze Bauzeit, sichere und effiziente Arbeitsabläufe sowie die Durchführung wesentlicher Bauabschnitte während der Sommerferien. Die damit verbundenen Einschränkungen werden auf einen möglichst kurzen Zeitraum begrenzt.
Quelle: https://lsbg.hamburg.de/bergstedter-chaussee-keine-sperrung-durch-schranken-1185930
Aktuelle Anliegerinformation: bergstedter-chaussee-baustelleninformation-juni-2026-Anlieger
Siehe auch: /neue-baumassnahme-bergstedter-chaussee/
Die WUZ meint: Der Protest der CDU, der Anwohner und der Bergstedter Bürger hat sich gelohnt. Die Vollsperrung bleibt zwar, jedoch müssen die Autofahrer keine kilometerweiten Umwege mehr fahren und die Geschäfte, Betriebe, Schulen und die U-Bahn bleiben erreichbar. Schade, dass sich erst immer Protest regen muss, bevor etwas passiert. Hätten die Behörden zuerst mit den Bergstedtern und Ammersbekern z.B. bei einer Informationsveranstaltung gesprochen, wäre die Kritik womöglich gleich in die Planung eingeflossen. (du)