Schätzbilanz: Hamburg muss zurück auf den Klimapfad

BUND Hamburg: Senat muss Verantwortung übernehmen und Klimaschutz deutlich verstärken
Die heute veröffentlichte Schätzbilanz zeigt, dass Hamburg seinen Reduktionspfad verlassen hat. Statt die Treibhausgasemissionen weiter zu senken, sind sie gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Um das gesetzliche Klimaziel von 70 Prozent weniger CO₂ bis 2030 gegenüber 1990 noch zu erreichen, muss der Senat die Klimaschutzmaßnahmen in Hamburg deutlich verstärken.

„Die Zahlen sind ein Warnsignal. Jetzt muss der Senat Verantwortung übernehmen und zeigen, wie er Hamburg wieder auf den Klimapfad bringen will. Die Klimakrise wartet nicht auf politische Debatten. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Fehlentwicklungen früh sichtbar werden und Konsequenzen haben“, sagt Sabine Sommer, Vorsitzende des BUND Hamburg.

Aus Sicht des BUND besteht insbesondere im Verkehrssektor dringender Handlungsbedarf.

„Wer die Emissionen im Verkehr wirksam senken will, muss bereit sein, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Das gelingt nur, wenn die Menschen mitgenommen werden und die Verkehrswende transparent und gemeinsam gestaltet wird. Klimabürgerräte können dafür ein wichtiger Baustein sein“, so Sommer weiter. „Der Neubau von neuen Autobahnen wie der A26 Ost fördert ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und vernichtet gleichzeitig natürliche Senken, in Form von Torfböden. Emissionsreduktion allein wird aber nicht reichen. Hamburg muss seine natürlichen Kohlenstoffsenken gezielt stärken: Renaturierung und Vernässung von Mooren und Feuchtgebieten in der Metropolregion, Schutz und Weiterentwicklung innerstädtischen Grüns, der städtischen Wald- und Grünflächen. Diese Maßnahmen binden CO₂, verhindern weitere Emissionen aus entwässerten Moorböden und verbessern das Stadtklima bei gleichzeitig höherer Lebensqualität.“

Die Schätzbilanz macht erstmals bereits nach einem halben Jahr sichtbar, inwiefern Hamburg beim Klimaschutz auf Kurs ist. Diese Transparenz ist ein wichtiger Erfolg des Zukunftsentscheids und der Weiterentwicklung des Hamburger Klimaschutzgesetzes. Ziel ist es, bis 2030 mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme zu decken. Dieses Ziel ist nur erreichbar, indem die Fernwärme konsequent dekarbonisiert und der Fernwärmeausbau deutlich beschleunigt wird. Nicht zuletzt muss Hamburg dafür sein Instrument der Anschluss- und Benutzungsgebote in Fernwärme-Vorranggebieten tatsächlich einsetzen. Parallel braucht es eine verbindliche kommunale Sanierungsquote für den öffentlichen Gebäudebestand – und Hamburg muss als Eigentümer vorangehen.

„Die SAGA als größtes kommunales Wohnungsunternehmen und größter Vermieter in der Stadt ist bei der Sanierung weit abgeschlagen. Das hat keinen Vorbildcharakter für private Unternehmen und Eigentümer. Hier muss deutlich mehr passieren: Mieterstromangebote müssen geschaffen werden, die Sanierungsgeschwindigkeit angehoben und eine schnelle Realisierung beim Ausbau regenerativer Wärme- und Stromversorgung ist sicherzustellen“, so Sommer.

Der BUND fordert den Senat auf, nach Veröffentlichung der Schätzbilanz transparent darzulegen, mit welchen zusätzlichen Maßnahmen Hamburg wieder auf den Klimapfad gebracht werden soll. Die Schätzbilanz für 2025 darf kein Bericht für die Schublade sein. Sie muss der Ausgangspunkt für konsequentes Handeln sein und zeigen, dass politische Versprechen eingehalten werden.

Pressemitteilung BUND Hamburg


Erste CO₂-Schätzbilanz für Hamburg 2025
Domm: „Die ganze Stadt muss noch entschlossener handeln“

Laut der vorgelegten Schätzbilanz für Hamburgs CO2-Emissionen im Jahr 2025 sind die Emissionen aus dem Endenergieverbrauch in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr 2024 um etwa 2,6 Prozent gestiegen. Der Anstieg geht insbesondere auf einen gestiegenen Verbrauch von Erdgas, Fernwärme und Strom zurück, der unter anderem durch den kälteren Winter bedingt war. Die vorgelegte Schätzbilanz ist eine Verpflichtung, die aus dem Hamburger Zukunftsentscheid hervorgeht.

Dazu Rosa Domm, Sprecherin für Klimapolitik der Grünen Fraktion Hamburg: „Die extreme Hitze am Wochenende hat einmal mehr gezeigt, welche realen Gefahren mit steigenden Temperaturen einhergehen. Die neuen Emissionszahlen für das Jahr 2025 sind vor diesem Hintergrund ein klares Signal, sich nicht auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen. Im Gegenteil: Die ganze Stadt muss noch entschlossener handeln, um zurück auf den Klimazielpfad zu kommen und das Klimaziel 2030 zu erreichen. Die Hamburger*innen haben ihre Stadt mit dem Zukunftsentscheid dazu aufgefordert, eine ambitionierte und generationengerechte Klimapolitik zu verfolgen. Sie wollen, dass ihre Stadt ein sicheres Zuhause mit hoher Lebensqualität bleibt. Dafür müssen wir Strom und Wärme weiter konsequent auf erneuerbare Energien umstellen und brauchen eine kluge Verbindung von Wirtschaftswachstum und Klimaschutz, insbesondere im Schulterschluss mit der Hafenwirtschaft. Alle Menschen in unserer Stadt haben etwas davon, wenn wir unser Stadtgrün in Hamburg ausweiten und auf mehr städtischen Dächern günstigen Solarstrom produzieren. Das Gleiche gilt für die Stärkung von Bus und Bahn, Radverkehr und E-Auto. Die Bundesregierung ist auf diesem Weg leider keine große Hilfe. Deswegen sollten wir beim Heizen eigene Wege gehen und den Spielraum Hamburgs beim künftigen Heizungsgesetz nutzen, wonach neue Heizungen weiterhin klimafreundlich mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie betrieben werden. Der Bund muss aber auch selbst liefern: Wir brauchen dringend mehr Geld und Planungsbeschleunigung für wichtige Schienenprojekte, diese Botschaft muss endlich in Berlin ankommen.“

Pressemitteilung Grüne Bürgerschaftsfraktion


NABU-Kommentierung zur CO2-Schätzbilanz für 2025

Siegert: „Höchste Zeit zu Handeln“

Die Ergebnisse der CO2-Schätzbilanz 2025 für Hamburg kommentiert Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg, wie folgt:

„Die CO2-Schätzbilanz für das vergangene Jahr muss für den Hamburger Senat eine Warnung sein. Wir müssen uns jetzt schonungslos ehrlich machen. Vermeintlich radikale Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen, wären weit weniger radikal gewesen, wenn man sie viel früher etabliert hätte. Wer nur auf Sicht fährt, muss im Zweifel eine Vollbremsung machen. Der Hamburger Senat hat die Möglichkeit einer weitsichtigen Klimapolitik verschlafen und die Hamburgerinnen und Hamburger werden die Konsequenzen daraus jetzt spüren müssen.

Dass wir diese Klarheit jetzt haben, ist allein der Verdienst des Zukunftsentscheides. Die erfolgreiche Initiative zwingt den Senat zu schonungsloser Transparenz und Vehemenz, die Politik und Verwaltung bisher haben vermissen lassen. Es wird höchste Zeit, dass der Senat handelt, denn wir schützen hier nicht (nur) das Klima – sondern vor allem uns Menschen.“

Pressemitteilung NABU Hamburg


CO₂-Schätzbilanz für Hamburg 2025: „Klimaschutz nicht gegen soziale Gerechtigkeit ausspielen“

Erstmals hat der Hamburger Senat eine Schätzbilanz zu Hamburgs CO₂-Emissionen im Jahr 2025 vorgelegt. Daraus geht ein Zuwachs der Emissionen von 2,6 Prozent im Vergleich zu 2024 hervor. Für die SPD-Fraktion Hamburg ist dies ein deutliches Zeichen für die steigenden Herausforderungen beim Klimaschutz, die neue Maßnahmen notwendig machen. Diese müssen aber sozialverträglich sein und auf möglichst viele Schultern verteilt werden.

Dazu Alexander Mohrenberg, klimapolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Die Herausforderungen beim Klimaschutz sind größer geworden, das kann niemand bestreiten. Gleichzeitig bestätigt sich, wovor wir schon im Zuge des Zukunftsentscheids gewarnt haben: Die nochmals deutlich verschärften gesetzlichen Vorgaben machen die Zielerreichung erheblich anspruchsvoller. Das darf aber nicht dazu führen, dass Klimaschutz gegen soziale Gerechtigkeit ausgespielt wird. Wir werden Klimaschutzmaßnahmen nur akzeptieren, wenn sie sozialverträglich sind und die Lasten auf möglichst viele Schultern verteilen. Wir erwarten, dass jeder neue Maßnahmenvorschlag der Behörde dies auch einhält. Schließlich hat der Zukunftsentscheid uns nicht nur Jahreszahlen, sondern auch die Sozialverträglichkeit der Maßnahmen auferlegt. Hier darf es keine Rosinenpickerei geben. Den jetzt anstehenden Maßnahmenkatalog werden wir daran messen, ob er wirksam ist, sozialverträglichen Klimaschutz ermöglicht und die Menschen mitnimmt. Das gilt insbesondere für den Verkehrsbereich: Statt immer wieder nur über Tempo 30 zu diskutieren, müssen wir den Ausbau des klimaneutralen ÖPNV weiter vorantreiben und mit mehr Tempo auf moderne Infrastruktur und innovative Technologien setzen. Nur mit konkreten, wirksamen Maßnahmen werden wir den CO₂-Ausstoß dauerhaft senken.“

Pressemitteilung SPD Bürgerschaftsfraktion


Hamburg steuert seine Klimapolitik im Blindflug
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­BIG Fluglärm fordert vollständige Einbeziehung des Luftverkehrs in den Hamburger Klimaplan
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Die heute vom Senat vorgelegte CO₂-Schätzbilanz ist ein wichtiges Instrument für mehr Transparenz im Klimaschutz. Ihr größter Schwachpunkt liegt jedoch dort, wo Hamburg wirtschaftspolitisch seit Jahren einen Schwerpunkt setzt: beim Luftverkehr. Aus Sicht des Umweltverbands BIG Fluglärm in Hamburg e. V. kann eine Klimapolitik nicht glaubwürdig sein, wenn ausgerechnet der internationale Luftverkehr als prägender Bestandteil des Hamburger Flughafens in der Bilanzierung unberücksichtigt bleibt.

Die Schätzbilanz basiert auf der Methodik der Hamburger Verursacherbilanz. Diese weist den internationalen Luftverkehr ausdrücklich nicht aus. Gleichzeitig entfallen rund 80 Prozent des Passagieraufkommens am Hamburg Airport auf internationale Flüge. Die Schätzbilanz übernimmt diese methodische Grundlage.

Martin Mosel, Vorsitzender des Umweltverbands BIG Fluglärm in Hamburg e. V. und Vizepräsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), erklärt:

„Hamburg steuert seine Klimapolitik im Blindflug. Rund 80 Prozent des Luftverkehrs am Hamburg Airport sind international. Ausgerechnet dieser Bereich bleibt in der zugrunde liegenden Klimabilanz außen vor. Wer einen der wichtigsten Klimafaktoren eines internationalen Luftverkehrsstandorts nicht angemessen berücksichtigt, kann weder die tatsächliche Entwicklung bewerten noch wirksame Maßnahmen entwickeln.“

Der Senat verweist in seiner Mitteilung auf eine Ursachenanalyse und einen späteren Maßnahmenplan. BIG Fluglärm hält das für unzureichend. Steigende Emissionen dürfen nicht lediglich festgestellt werden. Die Öffentlichkeit hat Anspruch darauf zu erfahren, welche zusätzlichen Maßnahmen der Senat ergreifen will, um die gesetzlichen Klimaziele tatsächlich einzuhalten – und wie der Luftverkehr dabei berücksichtigt wird.

„Hamburg erklärt den Flughafen regelmäßig zu einem Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Dann muss der Senat auch bereit sein, dessen Klimawirkungen vollständig und transparent in seine Klimapolitik einzubeziehen. Alles andere misst mit zweierlei Maß. Wer Klimaziele ernst nimmt, darf den größten internationalen Verkehrssektor der Stadt nicht ausblenden.“

BIG Fluglärm fordert den Senat auf, die Ursachenanalyse vollständig offenzulegen und den angekündigten Maßnahmenplan so auszugestalten, dass der Luftverkehr mit seinen tatsächlichen Klimawirkungen realitätsgerecht berücksichtigt wird. Klimapolitik darf sich nicht auf jene Emissionsbereiche beschränken, die sich innerhalb etablierter Bilanzierungsgrenzen leicht erfassen lassen. Entscheidend ist, dass die politischen Maßnahmen die tatsächlichen Klimawirkungen widerspiegeln.

„Die Schätzbilanz ist ein Fortschritt. Sie macht aber auch deutlich, dass Hamburg seine Klimapolitik weiterentwickeln muss. Eine Metropole mit internationalem Flughafen kann ihre Klimastrategie nicht auf einer Grundlage aufbauen, die den überwiegenden Teil des Luftverkehrs nicht erfasst. Wer wirksam steuern will, muss die Realität vollständig in den Blick nehmen“, so Mosel abschließend.

Pressemitteilung Umweltverband BIG Fluglärm


Hamburg legt erstmals CO2-Schätzbilanz für das Jahr 2025 vor

Erstmalig legt der Hamburger Senat auf Grundlage des geänderten Hamburgischen Klimaschutzgesetzes sechs Monate nach Ablauf des Bilanzjahres eine Schätzbilanz für die CO2-Emissionen der Stadt vor. Demnach betrugen die CO2-Emissionen 2025 in Hamburg 12.037 Tausend Tonnen. Nach einem signifikanten Rückgang der Emissionen im Jahr 2023 um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, zeigen die Emissionen nach einem Seitwärtstrend in 2024 für 2025 einen Zuwachs von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem Basisjahr 1990 liegt der Rückgang der Emissionen bei 41,3 Prozent. Die Ergebnisse werden zusammen mit der amtlichen Verursacherbilanz 2025, die dem Statistikamt im Frühjahr 2027 vorliegen wird, evaluiert und die Methodik sukzessive weiterentwickelt.

Basierend auf einer extern beauftragten Energiebilanzschätzung hat die zuständige Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) gemeinsam mit dem Statistikamt Nord eine CO2-Schätzbilanz erstellt. Die für die Energiebilanz verwendete Methode basiert auf einem Hybrid-Ansatz aus bereits verfügbaren Daten und einem ökonometrischen Prognose-Modell, in dem Hamburg-spezifische Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Das Verfahren ist identisch mit dem seit vielen Jahren auf Bundesebene genutzten.

Der Senat führt im Rahmen der Nachsteuerung der Klimaziele 2030 (§ 6 Absatz 2 Hamburgischem Klimaschutzgesetz) aktuell eine Ursachenanalyse durch und prüft notwendige Rahmenbedingungen auf EU- und Bundesebene wie auch Initiativen auf Landesebene zur Erreichung dieser Ziele. Die Ergebnisse werden in der Senatskommission für Klimaschutz und Mobilitätswende beraten. Zudem erarbeitet der Senat derzeit Maßnahmen zur Erreichung der Hamburger Klimaziele 2040, die in die dritte Fortschreibung des Hamburger Klimaplans einfließen sollen. Dabei wird auch die Wirksamkeit der Bundesmaßnahmen auf die Hamburger Zielerreichung geprüft.

Ergebnis der Schätzbilanz

Der Zuwachs an CO2-Emisssionen begründet sich insbesondere durch kältere Temperaturen im Jahr 2025 gegenüber 2024. Dies hat zu einem Anstieg des Energieverbrauchs bei den Heizenergieträgern Fernwärme und Erdgas geführt. Darüber hinaus haben die leichte wirtschaftliche Erholung mit einer Erhöhung der Produktionsleistung sowie die zunehmende Elektrifizierung des Straßenverkehrs zu einer Zunahme des Stromverbrauchs geführt.

Der gestiegene Energieverbrauch konnte nur teilweise durch die fortschreitende Dekarbonisierung der Energieträger Strom und Fernwärme kompensiert werden. In der Schätzbilanz wurde eine Verbesserung der Emissionen des Bundesstrommixes von ca. 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angenommen. Die Dekarbonisierung des Stroms, die in der Verantwortung des Bundes liegt und eine Schlüsselrolle für die Erreichung der Klimaziele spielt, liegt deutlich unter der Entwicklung der vergangenen Jahre. Für die Hamburger Fernwärme hingegen wird eine deutliche Verbesserung der Emissionen angenommen. Sie begründet sich durch verstärkte Abwärmenutzung aus der Industrie, sowie aus der Müllverwertungsanlage Borsigstraße. Dies hat zu einer Verringerung der Kohlenutzung bei der Wärmeversorgung geführt und damit zu einer Verbesserung der Emissionen je kWh Wärme um ca. 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die Schätzbilanz ist für uns eine wichtige neue Hilfe: Sie liefert uns aktuelle Daten und zeigt uns zugleich deutlich auf, dass wir beim Klimaschutz noch eine weite Strecke vor uns haen. Dass die Emissionen wieder steigen, ist ein Warnsignal – aber für uns kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil: Wir gehen unseren Hamburger Weg zur Klimaneutralität entschlossen weiter. Die großen Hebel für den Klimaschutz in Hamburg folgen mit der verstärkten Elektrifizierung im Verkehrsbereich sowie mit der Dekarbonisierung der Energieversorgung und dem Ausstieg aus der Kohle bis 2030 erst noch. Klar ist aber auch: Wir brauchen für unsere Klimaziele endlich wieder verlässlichen Rückenwind aus Berlin. Dass die Bundesregierung die Menschen in zentralen Klimafragen verunsichert und mühsam Erreichtes wieder zurückdreht, bremst uns alle aus. Es braucht im Bund jetzt dringend ein Umdenken und wirksame klimapolitische Maßnahmen anstatt Blockaden für die Bundesländer.“

Hintergrund

Die CO2-Emissionen werden nach der amtlichen Methodik des Statistikamts für Hamburg und Schleswig-Holstein erhoben und liegen als vorläufige Bilanz ca. 15 Monate nach Ende des Bilanzjahres vor. Um frühzeitiger Auskunft zur Entwicklung der CO2-Emissionen geben zu können, wurde eine Schätzbilanz entwickelt.

Für die Schätzbilanz wird analog zur Methodik bei der Erstellung der Verursacherbilanz eine Energiebilanz der eingesetzten und verbrauchten Energieträger nach der Methodik des Länderarbeitskreises Energiebilanzen (LAK) erstellt. Da zum Zeitpunkt der Erstellung noch nicht alle erforderlichen Daten vorliegen, müssen für einen Teil der Daten Schätzungen vorgenommen werden.

Die Schätzbilanz dient zur Überprüfung der neuen gesetzlichen Jahresemissionsgesamtmengen, die erstmalig für das Jahr 2026 wirksam werden. Aus der heute beschlossenen Schätzbilanz für das Jahr 2025 ergeben sich noch keine unmittelbaren Rechtsfolgen.

Mehr Informationen zur Schätzbilanz unter: www.hamburg.de/go/1187704

Pressemitteilung Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) und Statistikamt Nord

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