Senat beschließt neuen Standort für Teile des Bezirksamtes

Baustellenbegehung in der ehemaligen Karstadt-Immobilie am Wandsbeker Markt
Der Senat hat in dieser Woche eine Verpflichtungsermächtigung auf den Weg gebracht, mit der die Neuanmietung von Räumlichkeiten in der ehemaligen Karstadt-Immobilie am Wandsbeker Markt für das Bezirksamt Wandsbek ermöglicht wird – ein wichtiger Schritt. Senator Dr. Andreas Dressel und Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff haben sich anlässlich des Senatsbeschlusses mit Vertreterinnen und Vertretern des Eigentümers Union Investment bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Gebäude einen aktuellen Eindruck über den Stand der Bauarbeiten verschafft.

Im Mai 2025 wurde der Mietvertrag für die Nutzung der Flächen der ehemaligen Karstadt-Immobilie im Quartier Wandsbek Markt durch das Bezirksamt Wandsbek unterzeichnet, nunmehr liegt der Senatsbeschluss hierzu vor, dem die Bürgerschaft noch zustimmen muss. Der neue Standort für das Bezirksamt Wandsbek wurde für die Vertragslaufzeit von 20 Jahren angemietet. Die Fertigstellung der Flächen ist für Ende 2028 vorgesehen.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit dem Standort im Quartier Wandsbek Markt haben wir für die räumlichen Bedarfe des Bezirksamtes eine sehr gute Lösung gefunden. Bislang über verschiedene Dienstgebäude verteilte Fachbereiche finden dort künftig einen zentralen Platz, das bedeutet einen echten Effizienzgewinn. Wir schaffen hier ein kundenorientiertes, modernes und zukunftsfähiges Dienstgebäude, das den Anforderungen an zeitgemäße Raumkonzepte und moderne Arbeitswelten gerecht wird. Nicht zuletzt leisten wir mit der Anmietung einen zentralen Beitrag, damit die traditionsreiche ehemalige Karstadt-Immobilie mitten im Wandsbeker Kerngebiet eine gute Zukunft bekommt!“

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: „Der neue Standort ist sowohl für unsere Mitarbeitenden als auch für Kundinnen und Kunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar. Ich blicke optimistisch auf die Eröffnung Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 und bin überzeugt, dass wir mit dieser Lösung eine optimale Alternative zum ehemals geplanten Neubau gefunden haben.“

Leon Wirges, Projektleiter Union Investment: „Der Einzug von drei besonders kundenorientierten Fachämtern in das neue Quartier Wandsbek Markt unterstreicht die zentrale Rolle dieses Standorts für ganz Wandsbek. Die Kombination von Einzelhandel und Service-Leistungen für Bürgerinnen und Bürger bietet die Chance diesen hervorragend angebundenen Standort weiter zu stärken und wichtige Impulse für die positive Entwicklung der Umgebung zu setzen. Mit der Renovierung der historischen Karstadt-Fassade haben wir bereits im August 2025 begonnen. Wir hoffen, dass wir im Mai 2026 die Baugenehmigung für das Projekt erhalten. Dann werden wir umgehend mit den Bauarbeiten beginnen, um dem Bezirk die fertigen Mietflächen wie geplant übergeben zu können.“

Auf den Flächen der ehemaligen teilweise denkmalgeschützten Karstadt-Immobilie sollen Büroarbeitsplätze für rund 370 Mitarbeitende des Bezirksamtes entstehen. Einziehen sollen die Fachbereiche Jugend- und Familienhilfe, Grundsicherung sowie Sozialraummanagement, die bislang auf verschiedene Dienstgebäude verteilt sind. Für die Bürgerinnen und Bürger wird ein offener Bereich für ihre Anliegen im Front-Office geschaffen. Auf rund 10.500 Quadratmetern werden moderne Arbeitswelten hergerichtet. Die gesamte Mietfläche beläuft sich auf rund 11.400 Quadratmeter.

Ziel des Umzugs ist es, ein kundenorientiertes, modernes und zukunftsfähiges Dienstgebäude zu beziehen, das den Anforderungen an zeitgemäße Raumkonzepte und moderne Arbeitswelten gerecht wird. Dies beinhaltet auch Barrierefreiheit im Publikumsverkehr und abgetrennte Büroarbeitsplatzflächen ohne Publikum.

Pressemitteilung Behörde für Finanzen und Bezirke

Die wuz meint: In dieser Pressemitteilung ist zweimal von Kunden die Rede und zweimal von Bürgern. Schon seit vielen Jahren kritisiert die wuz und vor allem Siegfried Stockhecke, der als Volksmarkt-Veranstalter bekannt ist, das Wort Kundenzentrum, womit die ehemaligen Einwohnermeldeämter gemeint waren. Dieser Begriff ist gottseidank inzwischen Geschichte. Aber immer noch gibt es im Behördendeutsch offenbar Probleme damit, die Bürger als solche zu benennen und wohl auch wahrzunehmen. Wir die Bürger sind keine Kunden im Bezirksamt oder in einer der Behörden. Wir sind die Bürger oder Kunden bei Saturn?

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