Steuersenkung für Biokraftstoffe schadet Natur und Klima

Miller: Transformation des Verkehrssektors voranbringen, statt an alten Technologien festzuhalten
Gestern haben sich Verkehr- und Logistikverbände für eine steuerliche Entlastung für sogenannte Biokraftstoffe ausgesprochen. Dazu kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

 

“Aktuell profitiert die Logistikbranche von Förderprogrammen und Ausnahmen beim CO2-Preis. Nun fordert sie auch noch Steuererleichterungen für sogenannte Biokraftstoffe. Dabei sind diese keineswegs klimafreundlich. Vielmehr werden ihre wahren Klimakosten bislang ignoriert. Zudem nehmen Soja, Raps und Co. wertvolle Flächen ein, die wir dringend zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt benötigen. Wer nun die Energiesteuern dieses Kraftstoffs senken möchte, schadet Natur und Klima.

Schon heute zeigt sich, wie sehr die europäische Autoindustrie unter Druck gerät, weil sie nicht konsequent auf Elektromobilität gesetzt hat – das darf beim Lkw nicht passieren. Statt an alten Technologien, wie dem Verbrennungsmotor, festzuhalten, sollten die Verbände stärker die Transformation des Verkehrssektors voranbringen. Mit serienreifen E-Lkw zeigen viele Hersteller bereits jetzt schon, dass es geht.“

Pressemitteilung NABU

Dieser Beitrag wurde unter Bauen / Verkehr / Mobilität, Ernährung / Agrar / Gesundheit, Klima / Energie / Umwelt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.