Der Stintbestand in der Tideelbe
ist zwar weiterhin unter Druck, gleichzeitig liegen nun erstmals klare Erkenntnisse und konkrete Lösungsansätze für eine nachhaltige Stabilisierung vor. Das zeigt eine aktuelle Fachstudie der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) über die Fische. Der Stintbestand ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Die Studie macht jedoch auch deutlich: Die Ursachen sind verstanden – und Ansatzpunkte für wirksames Handeln stehen zur Verfügung.
Der Stint ist charakteristisch für die Tideelbe. Besonders die frühen Entwicklungsstadien reagieren empfindlich auf veränderte Umweltbedingungen wie steigende Temperaturen, Sauerstoffmangel und strukturelle Veränderungen im Gewässer.
Entscheidende Bedeutung für die Erholung des Stints haben vor allem die Verbesserung der Lebensbedingungen für Eier, Larven und Jungfische sowie eine bessere Vernetzung von Laich- und Aufwuchsgebieten. Im Mittelpunkt der in der Studie vorgeschlagenen Lösungen stehen die Verbesserung der Lebensräume und die Revitalisierung natürlicher Prozesse. Dazu gehören unter anderem die Wiederherstellung von Flachwasserzonen, die ökologische Aufwertung von Uferbereichen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität. Mit einem entschlossenen Vorgehen kann die ökologische Funktion der Tideelbe gestärkt und der Stintbestand langfristig gesichert werden.
Die BUKEA wird die Ergebnisse der Studie in die weiteren fachlichen Planungen einbeziehen und gemeinsam mit den zuständigen Akteuren prüfen, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensraumbedingungen umgesetzt werden können.
Die vollständige Fachstudie finden Sie unter: www.hamburg.de/fischerei.
Pressemitteilung Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)