Über die WUZ

Die WUZ sagt tschüss? – NEIN – Die WUZ lebt weiter!

Noch im November mussten wir davon ausgehen, dass die WUZ – die Walddörfer Umweltzeitung – nicht weiter unter der Regie der m.MEDIENPRODUKTION GmbH in Printform erscheinen kann. Doch das hat sich glücklicherweise geändert:
Denn wir haben einen neuen Partner gefunden: Am 15. Februar 2017 erscheint die WUZ erstmals zusammen mit dem Heimat-Echo in der Verlagsgesellschaft Hanse mbH & Co. KG. Zunächst haben wir sechs Ausgaben der WUZ im Heimat-Echo für dieses Jahr geplant. Neu ist die deutlich erhöhte Auflage: vorher circa 8- bis 10.000, jetzt 30.000 Exemplare. Davon erscheinen 25.500 als eigenständige WUZ-Seiten im Heimat-Echo in Volksdorf, Bergstedt, Wohldorf-Ohlstedt, Duvenstedt, Lemsahl-Mellingstedt und in Teilen Sasels. Darüber hinaus werden die bekannten Auslagestellen der WUZ, etwa im Alstertal, Meiendorf, Farmsen-Berne und Hoisbüttel, mit 4.500 Zeitungen versorgt.

Mehr als 20 Jahre war die WUZ u.a. im Verlag der m.MEDIENPRODUKTION das Sprachrohr vieler Bürgerinitiativen, nicht nur in den Walddörfern. Dabei standen vor allem Natur- und Stadtplanungsthemen im Fokus. Später erweiterte die WUZ ihr Spektrum u.a. auf die Bereiche Umwelt, Verkehr, Soziales, Bildung und Verbraucher. Das wird auch jetzt so bleiben, ebenso wie das Erscheinungsbild der WUZ, allerdings im Format des Heimat-Echos.

Ilka Duge

Da sich die WUZ über Anzeigen finanziert, freuen wir uns über Ihr Inserat in unserer Zeitung
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Die WUZ ist los – Seit 1992 engagiert für Natur- und Umweltschutz

Die Walddörfer Umweltzeitung (WUZ) erscheint seit 1992 und wurde ursprünglich vom Runden Tisch Walddörfer herausgegeben.
Die Bürgerinitiativen, Vereine und Organisationen am Runden Tisch setzten sich vor allem gegen die naturzerstörende Bebauung auf ökologisch wertvollen Flächen und für den Erhalt dörflicher Strukturen in den Walddörfern ein.

Seit 2005 erscheint die WUZ im Verlag m.Medienproduktion GmbH als lokale unabhängige, bis zu neunmal im Jahr erscheinende Zeitung. Die WUZ präsentiert interessante und anspruchsvolle Nachrichten. Sie ist seit 1992 überparteilich aber parteiisch. Sie ist kein „Käseblatt“ und will auch keine PR-Plattform sein.

Nach wie vor ist es unser Anliegen über Themen zu berichten, um die sich einzelne Bürger oder Initiativen gekümmert oder die sie angeschoben haben. Daher geben wir den Beiträgen von Autoren aus Initiativen und Verbänden besonderes Gewicht.

Die WUZ schreibt Geschichte: Das waren Zeiten!

Rückschau anlässlich der 50. Ausgabe der WUZ im Juli 2010

Angefangen hat alles…1989: 250 erboste und verärgerte Anwohner des Immenhorstes und der benachbarten Straßen treffen sich am Schlagbaum am Ende der Straße und machen ihrem Ärger Luft. Die damalige SPD-Regierung plant eine Großsiedlung südlich und nördlich des Immenhorstweges. Mitten in die ökologisch höchst wertvolle Landschaft, umgeben von Naturschutzgebieten und dem Naturdenkmal Timmermoor, Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere. Der Protest wird organisiert, eine Interessengemeinschaft gegründet, Unterschriftenlisten gegen die Pläne in Umlauf gebracht, Geld für anstehende rechtliche Auseinandersetzungen und die Öffentlichkeitsarbeit gesammelt.
Zeitgleich brennt es in den Walddörfern an verschiedenen Stellen. In Wohldorf-Ohlstedt, in Volksdorf, Lemsahl-Mellingstedt und Bergstedt bilden sich Bürgerinitiativen gegen naturfeindliche Senatspläne. Die Initiativen, mittlerweile fast zehn, schließen sich im selben Jahr zum „Runden Tisch Walddörfer“ zusammen. Eine gemeinsame Plattform, die der unnachsichtigen Politik Bürgerwillen entgegen stellt. Eine erste Demonstration mit mehr als 700 Teilnehmern blockiert 1991 für Stunden die Bergstedter Chaussee, die Medien berichten und Hamburg wird auf die Probleme in den Walddörfern aufmerksam.

Im Januar 1992 erscheint die erste „WALDDÖRFER UMWELTZEITUNG – WUZ“, gefüllt mit Berichten und Reportagen von Konflikten und Auseinandersetzungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der kleinen und großen Politik. Erste Schlagzeile: „Alle reden von Natur. Ich betoniere sie zu“, womit der damalige Bausenator Wagner gemeint ist. Der Begriff „Beton-Eugen“ war geboren. Hauptsächlich geht es um Bebauungspläne auf der grünen Wiese, aber auch um „kleinere“ Probleme wie Straßenausbau, Verkehrsführung und Grünerhalt. Mit einer Auflage von 10 bis 15.000 Exemplaren wird die WUZ zu einem Medium, vor dem sich Politik und Verwaltung in Bezirk und Senat „fürchten“, zu schnell werden teils geheime Planungen bekannt, werden Namen von Verantwortlichen genannt.
In der Folge der Aktivitäten des Runden Tisches und der WUZ wird der Bezirk Wandsbek, speziell die Walddörfer zu der Region, in der die meisten Bürgerbegehren initiiert werden. Unangenehm für die Regierenden, echte Lehrstunden für die Bürgerinnen und Bürger.

Fast zwanzig Jahre sind seither vergangen, mancher Erfolg der Bürgerinitiativen ist von der WUZ vorangetrieben und mitgetragen. Doch sind mittlerweile auch viele „Kämpfer der ersten Stunde“ müde geworden, andere Themen wie z.B. soziale Auseinandersetzungen sind in den Vordergrund getreten. Auch denen fühlt sich die WUZ verpflichtet, berichtet nach wie vor aus den Brennpunkten.
Die WUZ ist Lesestoff nicht (nur) für die Parlamentarier aus Bezirk und Bürgerschaft, sie ist ein kleines „Zentralorgan“ für die Berichterstattung „von unten“ und erfreut sich mittlerweile fast vierwöchiger Beliebtheit. Das macht den „Erfinder“ auch ein Stückchen stolz!
Zu wünschen ist der WUZ ein langes (Über-)Leben und viele Anzeigenkunden, die dem Credo der Zeitung gesonnen sind.

Ralf Flechner, ehemaliger Herausgeber der WUZ (bis 2016)