Umfrage zeigt: Deutsche wollen von Politik mehr Einsatz

… für Wiederherstellung der Natur / Krüger: Die Menschen erwarten, dass Politik jetzt handelt
Die Menschen in Deutschland befürworten parteiübergreifend mit einer überragenden Mehrheit von 85 Prozent das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur und wünschen sich darüber hinaus mit einer deutlichen Mehrheit von etwa drei Vierteln (73 %) sogar einen stärkeren politischen Umsetzungswillen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Bevölkerungsumfrage mit 5.000 Personen, die im Auftrag des NABU vom Umfrageinstitut Civey durchgeführt wurde.

Bundesweit liegt bei den Anhänger*innen der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD die Zustimmung zum Gesetz zur Wiederherstellung der Natur bei etwa 90 Prozent, nur noch übertroffen von der Zustimmung bei den Anhänger*innen der Grünen und der Linken.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger sagt: „Die Umfrage zeigt klar: Die Menschen erwarten, dass die Politik jetzt handelt und konkrete politische Maßnahmen für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur ergreift.“ Das Gesetz schafft erstmalig in der Geschichte einen verbindlichen Rahmen, um den fortschreitenden Naturverlust zu stoppen und geschädigte Natur wieder in die Lage zu versetzen, Funktionen wie Wasserrückhalt und die Speicherung von Kohlendioxid zu übernehmen. „Die Bundesländer haben nun die Chance, diesen Arbeitsauftrag aus der Bevölkerung anzunehmen und die Wiederherstellung der Natur in Deutschland zum Erfolg zu führen. Weitere Verzögerungen und Grundsatzdebatten entsprechen nicht dem Willen der Menschen – sie erwarten von der Politik Arbeit und Lösungen“, so Krüger.

Die Umfrage ergibt, dass der Zustand der Natur auch für die Lebensqualität in der Region aus Sicht der Menschen eine zentrale Rolle spielt, und zwar sowohl auf dem Land als auch in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte: Rund 95 Prozent der Befragten gaben an, die Natur sei für ihre Lebensqualität wichtig.

Bei den Sorgen vor Folgen des Klimawandels zeigt sich ein vielfältigeres Bild. Auf die Frage, welche Folgen des Klimawandels den Menschen Sorgen machen, nannten die Befragten bundesweit am häufigsten Trockenheit/Dürre (58%) gefolgt von Hitze (46%) und Starkregen (41%). Dabei variieren hier die Werte jedoch deutlich, je nach Region. Als einen wichtigen Grund für die Wiederherstellung der Natur gaben die Menschen mit über 60% den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung an. Noch davor liegen mit 71% der „Erhalt der Artenvielfalt” und mit 74% „Sauberes Trinkwasser“.

Hintergrund:

Die EU-Mitgliedsländer haben sich 2024 mit einem EU-weiten Gesetz darauf geeinigt, zerstörte Natur wiederherzustellen. Die Erreichung dieser Ziele erfordert die vorrausschauende Planung von Wiederherstellungsmaßnahmen. Dafür erstellen Bund und Länder aktuell gemeinsam einen nationalen Wiederherstellungsplan. In diesem tragen sie Wiederherstellungsmaßnahmen, wie die Anpassung oder bessere Durchsetzung von Gesetzen, Aktionspläne, förderpolitische Instrumente oder auch konkrete Projekte ein. Die Hauptverantwortung für die Auswahl und Umsetzung dieser Maßnahmen liegt in den Bundesländern, denn sie können regional maßgeschneiderte Lösungen finden.

Zur Befragung:

Die Befragung wurde vom 4. bis 13. September 2025 vom Umfrageinstitut Civey im Auftrag des NABU durchgeführt. An der repräsentativen Stichprobe nahmen über 5 000 Bundesbürger*innen ab 18 Jahren teil, bei den Fragen mit Ergebnissen auf Landkreisebene sogar 10.000. Alle Daten wurden mit verifizierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhoben.

Pressemitteilung NABU


Umfrage zeigt: Überwältigende Unterstützung in Hamburg für EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

Siegert: „Natur wird in Hamburg besonders geschätzt – Zeit sie zu retten“

Die Menschen in Hamburg befürworten parteiübergreifend mit überragender Mehrheit von fast 90 Prozent das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Das ist im bundesweiten Ländervergleich das zweithöchste Ergebnis. Außerdem wünschen sich die Hamburger*innen mit deutlicher Mehrheit von 75 Prozent einen stärkeren politischen Umsetzungswillen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage, die im Auftrag des NABU durchgeführt wurde.

Dazu Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg: „Die Umfrage zeigt klar: Die Menschen erwarten, dass die Politik jetzt handelt und konkrete politische Maßnahmen für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur ergreift. Das Gesetz schafft erstmalig in der Geschichte einen verbindlichen Rahmen, um den fortschreitenden Naturverlust zu stoppen. Den Arbeitsauftrag aus der Bevölkerung muss der Senat nun ernst nehmen, damit die die Wiederherstellung der Natur in Hamburg zum Erfolg wird. Die erfolgreiche Zukunftsentscheid hat gerade erst gezeigt, wie deutlich die Bevölkerung der Politik voraus ist. Die Hamburger*innen wollen, dass gehandelt wird – auch beim Thema Natur!“

Aus der Umfrage geht außerdem hervor, dass das Thema für die Menschen insgesamt von Bedeutung ist: Die überwältigende Mehrheit von über 88 Prozent in Hamburg gab an, dass es ihnen wichtig sei, dass in Deutschland Maßnahmen ergriffen werden, um Natur langfristig zu erhalten oder wiederherzustellen.

Herausragende 97,5 Prozent der befragten Hamburger*innen gaben an, dass die Natur die Lebensqualität in ihrer Region wichtig ist. Das ist im bundesweiten Vergleich der höchste gemessene Wert bei dieser Frage.

Bei den Sorgen vor Folgen des Klimawandels zeigt sich ein vielfältigeres Bild. Auf die Frage, welche Folgen des Klimawandels den Menschen Sorgen machen, nannten die Befragten in Hamburg am häufigsten Trockenheit/Dürre, gefolgt von Hitze. Wiederhergestellte Natur ist dabei der beste Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise, denn: Intakte Ökosysteme speichern nicht nur Kohlenstoff, sondern helfen, den Landeswasserhaushalt zu regulieren. Gerade in einer stark verdichteten Großstadt wie Hamburg müssen verstärkt Maßnahmen zum Hitzeschutz getroffen werden.

Hintergrund: Die EU-Mitgliedsländer haben sich 2024 mit einem EU-weiten Gesetz darauf geeinigt, zerstörte Natur wiederherzustellen. Die Erreichung dieser Ziele erfordert die vorrausschauende Planung von Wiederherstellungsmaßnahmen. Dafür erstellt Deutschland aktuell seinen nationalen Wiederherstellungsplan. Die Verantwortung für die Auswahl und Umsetzung dieser Maßnahmen liegt insbesondere bei den Bundesländern.

Zur Befragung:

Die Befragung wurde vom 4. bis 13. September 2025 vom Umfrageinstitut Civey im Auftrag des NABU durchgeführt. An der repräsentativen Stichprobe nahmen über 5.000 Bundesbürger*innen ab 18 Jahren teil, bei den Fragen mit Ergebnissen auf Landkreisebene sogar 10.000. Alle Daten wurden mit verifizierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhoben.

Pressemitteilung NABU Hamburg

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