NABU Hamburg ruft vom 8. bis 10.
Mai zur „Stunde der Gartenvögel“ auf / Vogelkundliche Führungen in Hamburg am Aktionswochenende
Endlich wird es richtig Frühling – das freut nicht nur Amsel, Sperling und Co. Auch Vogelfreund*innen und solche, die es werden wollen, haben Grund zur Freude: Vom 8. bis 10. Mai 2026 ruft der NABU wieder zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion. Die Zählungen liefern uns wichtige Erkenntnisse über den Zustand der Vogelpopulationen.
„Wir freuen uns über alle Vogelinteressierte, die an der Aktion teilnehmen. Im vergangenen Jahr haben 1041 naturbegeisterte Menschen in Hamburg an der Stunde der Gartenvögel teilgenommen. In über 730 Gärten und Parks wurden rund 16.000 Vögel gezählt. Bundesweit haben sich sogar fast 58.000 Menschen beteiligt und über eine Millionen Vögel gemeldet. Wir freuen uns über so viel Engagement im Dienste der Wissenschaft und des Vogelschutzes“, sagt Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg.
„Im vergangenen Jahr haben Amsel, Kohlmeise und Star die ersten drei Plätze belegt. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Arten zu beobachten: Blaumeise, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen und Zaunkönig. Neben gewöhnlichen Arten werden uns auch immer wieder spektakuläre Vogelsichtungen aus Parks und Gärten gemeldet. Im Mai ist viel los in der Vogelwelt und wir sind schon sehr gespannt auf die Meldungen aus Hamburg“, sagt Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim NABU Hamburg.
Und so funktioniert die Vogelzählung: Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 18. Mai.
Wer zuvor noch etwas üben möchte, findet viele Infos unter www.stundedergartenvoegel.de, darunter Portraits der 40 häufigsten Gartenvögel (www.nabu.de/gartenvoegel), einen Vogeltrainer (https://vogeltrainer.nabu.de) und Vergleichskarten der am häufigsten verwechselten Vogelarten.
Für kleine Vogelexpert*innen hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (vom 4. bis 8. Mai) ins Leben gerufen. Weitere Informationen dazu unter www.NAJU.de/sdg.
Vogelkundliche Führungen am Aktionswochenende in Hamburg
Während des Aktionswochenendes bietet der NABU Hamburg wieder kostenlose Vogelführungen an. Eine Anmeldung über die Website des NABU Hamburg unter www.NABU-Hamburg.de/stunde-der-gartenvoegel ist unbedingt erforderlich! Die Termine im Überblick:
Donnerstag, 7.5., 18:00 Uhr: Was singt denn da? Jenischpark
Vogelkundliche Führung / Beobachtung von Brut- und Gastvögeln / Karen Mielke-Sommerburg, Ernst Schaumann (NABU-Gruppe Ornithologie) / Treffpunkt: Eingang Hochrad, neben Bargheer-Museum / Spende erbeten. / Max. 20 Teilnehmer*innen / Bitte Fernglas mitbringen. Entfällt bei Dauerregen.
Freitag, 8.5., 11:00 Uhr: Vogelfedern bestimmen für Einsteiger*innen
Workshop / Wir nähern uns der Vogelwelt über die Federn. / Referent: Dr. Michael Großheim / Treffpunkt: NABU Vogelstation Wedeler Marsch / Spende: 10 €, 50% Ermäßigung für NABU-Mitglieder / Max. 12 Teilnehmer*innen / Bitte eigene Federn mitbringen wenn vorhanden.
Freitag, 8.5., 18:00 Uhr: Was singt denn da? Ohlsdorfer Friedhof
Vogelkundliche Führung / Merkmale heimischer Vögel, speziell Gesänge und Rufe. / Thomas Schmidt (NABU Hamburg), Autor von „Was piept und fliegt in Hamburg“ / Treffpunkt: Haupteingang vor dem Verwaltungsgebäude / Spende erbeten. / Max. 18 Teilnehmer*innen / Entfällt bei Dauerregen.
Freitag, 8.5., 18:00 Uhr: Was singt denn da? Eidelstedt
Vogelkundliche Führung / Frühlingsboten in Feldmark, Gärten und Parks / Olaf Studt, Dierk Lübbers (NABU Eimsbüttel) / Treffpunkt: Eidelstedter Dorfstraße 27 (Ecke Kirche/Friedhof) / Spende erbeten. / Max. 15 Teilnehmer*innen / Bitte Fernglas mitbringen. Entfällt bei Regen.
Samstag, 9.5., 9:00 Uhr: Was singt denn da? Duvenstedter Brook
Vogelkundliche Führung / Alle Vögel sind schon da! Zeit des größten Artenreichtums, letzte Langstreckenzieher kommen an. / Guido Teenck (NABU Hamburg) / Treffpunkt: BrookHus, Duvenstedter Triftweg 140 / Empfohlene Spende: 8 €, Kinder & Jugendliche 4 €, 50% Ermäßigung für NABU-Mitglieder / Max. 20 Teilnehmer*innen / Bitte ein Fernglas mitbringen und an wetterfeste Kleidung denken. Keine Hunde.
Sonntag, 10.5., 8:00 Uhr: Was singt denn da? Friedhof Blankenese
Vogelkundliche Führung / Vogelkundliche Führung / Spaziergang über den Blankeneser Friedhof / Matthias Votel (NABU West) / Treffpunkt: Haupteingang Friedhof Blankenese, Sülldorfer Kirchenweg, Bus 1 / Spende erbeten. / Max. 20 Teilnehmer*innen / Ferngläser bitte mitbringen, keine Hunde. Für Rollstuhlfahrende geeignet.
Sonntag, 10.5., 8:00 Uhr: Was singt denn da? Stadtpark Norderstedt
Vogelkundliche Führung / Beobachtung von Brut- und Gastvögeln. / NABU Norderstedt / Treffpunkt: Haupteingang Stadtpark Norderstedt / Spende erbeten. / Max. 20 Teilnehmer*innen / Bitte keine Hunde.
Sonntag, 10.5., 9:00 Uhr: Was singt denn da? Planten un Blomen
Vogelkundliche Führung / Merkmale heimischer Vögel, speziell Gesänge und Rufe. / Thomas Schmidt (NABU Hamburg), Autor von „Was piept und fliegt in Hamburg“ / Treffpunkt: Eingang Fernsehturm / Spende erbeten. / Max. 18 Teilnehmer*innen / Entfällt bei Dauerregen.
Sonntag, 10.5., 9:00 Uhr: Was singt denn da? Wandse und Berner Au
Vogelkundliche Führung zur Stunde der Gartenvögel / Vogelbeobachtung mit allen Sinnen / Jörg Bähnk (NABU Wandsbek) / Treffpunkt: Infotafel Wandsebrücke Nordmarkstraße / Spende erbeten. / Max. 20 Teilnehmer*innen / Bitte Fernglas mitbringen. Keine Hunde.
Termin um einen Tag verschoben: Sonntag, 10.5., 9:30 Uhr (ursprünglich: Samstag, 9.5., 9:30 Uhr): Was singt denn da? Hummelsbütteler Feldmark
Vogelkundliche Führung / Vogelbeobachtung in der Hummelsbütteler Feldmark / Norbert Wiehe (NABU Wandsbek) / Treffpunkt: Högenredder / Ecke Rehagen / Spende erbeten. / Max. 20 Teilnehmer*innen / Bitte Fernglas mitbringen. Keine Hunde.
Sonntag, 10.5., 10:00 Uhr: Was singt denn da? Wallanlagen
Vogel- und naturkundliche Führung / Erkennen der Vogelarten anhand von Merkmalen, Ruf und Gesang / Wolfgang Reiß (NABU Eimsbüttel) / Treffpunkt: Eisdiele am Stephansplatz, Ecke Dammtordamm/Gorch-Fock-Wall / Spende erbeten. / Max. 15 Teilnehmer*innen / Wenn vorhanden, bitte Fernglas mitbringen. Auch für Rollstuhlfahrende geeignet. Entfällt bei starkem Regen.
Pressemitteilung NABU Hamburg
Werden weniger Finken gezählt?
Am Freitag startet die „Stunde der Gartenvögel“
Weißt du, wie viel Vöglein fliegen: NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) wollen es herausfinden. Darum laden sie am Wochenende wieder zur „Stunde der Gartenvögel“ ein. Alle können mitmachen – egal, wie groß oder klein das Natur-Wissen ist. Die Ergebnisse der Zählung liefern Aufschluss über die Entwicklung häufiger Arten in unseren Siedlungen. In diesem Jahr findet bereits die 22. „Stunde der Gartenvögel“ statt. Im vergangenen Jahr waren rund 58.000 Menschen deutschlandweit dabei und hatten über 1,1 Millionen Vögel gemeldet.
Ein besonderer Blick gilt in diesem Jahr den Finken. „Uns wurden in den vergangenen Monaten regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet“, so NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler. „Da diese meist an Futterstellen gefunden wurden, könnte es sein, dass sich wieder Trichomonaden ausbreiten, die besonders für Finken tödlich sein können.“ Die Ornithologen interessiere, ob weniger Finken gemeldet werden.
Der Vogelschutzexperte des NABU betont, dass Sauberkeit am Futterhaus wichtig sei, damit sich die Parasiten nicht so stark ausbreiten können. Rümmler: „Am besten Futtersäulen nutzen, hier können die Vögel nicht durchs Futter laufen und es so verschmutzen. Wir empfehlen das Füttern bis zum nächsten Winter einzustellen – die Tiere finden jetzt genug in der Natur.“ Besser sei es, seinen Garten vogelfreundlich zu gestalten, mit Wildobsthecken, heimischen Stauden, einer Wildblumenwiese, Kräuterbeet, Teich und Totholzstapel. „In einem naturnahen Garten finden Vögel immer genug zu fressen und geschützte Brutplätze“, so Rümmler.
Und so funktioniert die Vogelzählung: Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet oder gehört werden konnte. Welche Stunde im Laufe des Wochenendes vom 8. bis 10. Mai gewählt wird, ist egal. Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de oder mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App gemeldet werden, erhältlich unter www.NABU.de/Vogelwelt. Meldeschluss ist der 18. Mai. Teilnehmende können außerdem attraktive Preise gewinnen.
Wer sich vorm Zählen über unsere Gartenvogelarten schlau machen will, findet viele Infos unter www.stundedergartenvoegel.de, darunter Porträts der 40 häufigsten Gartenvögel, Vergleiche der am häufigsten verwechselten Vogelarten, einen Vogeltrainer sowie den Vogel-Podcast des NABU „Reingezwitschert“. Auf der Seite sind ab dem ersten Zähltag auch Zwischenstände und erste Ergebnisse abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Für Kinder bietet die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ vom 4. bis 8. Mai an. Weitere Infos unter www.NAJU.de/SdG.
Pressemitteilung NABU