… der Bevölkerung“.
Bundesumweltminister Carsten
Schneider fordert kurz vor dem Weltumwelttag am 5. Juni eine stärkere Anerkennung der Natur als Teil der öffentlichen Infrastruktur in Deutschland. „Wir brauchen beides – die natürliche und die technische Infrastruktur“, sagt der SPD-Politiker in einem Interview mit dem NABU.
„Die Kernidee ist, dass wir die überlebenswichtigen Leistungen, die die Natur jeden Tag für uns erbringt – also Wasser, Nahrung, Kühlung, saubere Luft – endlich anerkennen als Teil unserer unverzichtbaren Infrastruktur“, sagt Schneider. Natur dürfe nicht länger nur als Ausgleichsfläche verstanden werden, sondern müsse als Voraussetzung für gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität betrachtet werden.
Mit dem neuen Gesetz zur Natürlichen Infrastruktur (NATIF) sollen natürliche Lebensräume künftig besser miteinander vernetzt und Wiederherstellungsmaßnahmen beschleunigt werden. „Wir wollen gezielt die natürlichen Lebensräume als Netz stärken. Denn ein Netz ist widerstandsfähiger bei Störungen“, so der Minister.
Eine wichtige Rolle sieht Schneider dabei bei den Naturschutzverbänden. „Den Naturschutzverbänden kommt hier eine wichtige Rolle zu. Denn sie kennen die Landschaften vor Ort sehr gut und wissen, wo solche Verbindungskorridore dringend gebraucht werden.“
Auch zur Debatte um Planungsbeschleunigung und Naturschutz äußert sich der Minister deutlich. „Dass Naturschutz klarer und einfacher wird, ist auch im Interesse des Naturschutzes“, betont Schneider. Ziel müsse sein, „netto viel mehr Natur“ zu schaffen – durch bessere Vernetzung, naturverträgliche Nutzung und schnellere Umsetzung von Maßnahmen.
Für den NABU ist das Interview ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Zukunft von Natur- und Klimaschutz in Deutschland. Der Verband begleitet die Debatte um das NATIF-Gesetz sowie die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung intensiv und bringt dabei seine Erfahrungen aus Naturschutzprojekten vor Ort ein.
Das Gespräch erscheint in leicht gekürzter Fassung in „Naturschutz heute“, Ausgabe Sommer 2026, am 5. Juni. Das vollständige Interview ist online abrufbar unter www.nabu.de/news/2026/06/37225.html.
Pressemitteilung NABU