„Wir haben keine Zeit zu verlieren“

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, haben heute auf der Landespressekonferenz den Zwischenbericht zum Umsetzungsstand des Hamburger Klimaplans vorgestellt. Der Hamburger Klimaplan sieht vor die CO2-Emissionen bis 2030 um 70 Prozent zu senken. Aufgrund des erfolgreichen Zukunftsentscheid muss Hamburg dann ­– wie unter anderem Schleswig-Holstein – im Jahr 2040 klimaneutral sein.

Dazu Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg:

„Dass das Ambitionsniveau bis 2030 eher ein “weiter-so” zu sein scheint, verwundert angesichts der Dringlichkeit beim Klimaschutz und dem speziellen Druck durch den Zukunftsentscheid dann doch etwas. Es wirkt leider, als würde der Senat darüber hinaus das potentielle Scheitern eines vorgezogenen Hamburger Klimaziels 2040 bereits argumentativ vorwegnehmen wollen: Die Sozialverträglichkeit beim Zukunftsentscheid limitiert den Handlungsspielraum, für Teile der CO2-Emissionen sei der Bund zuständig (Anreize E-Mobilität, From Road-to-Rail), die allgemeine Wirtschaftslage zwinge unterschwellig zu weniger klimafreundlicher Wettbewerbsfähigkeit.

Gerade deswegen müsste mit Blick auf das, was bis und ab 2030 nicht mehr in vollem Umfang wie eingepreist wird umgesetzt werden können, mit anderen Maßnahmen abgefedert werden. In seiner Wirkung und Entwicklung wurde der Hochlauf der Hamburger Wasserstoffwirtschaft bisher deutlich überschätzt, der die Dekarbonisierung von Industrie, Schifffahrt und Luftverkehr stärker hätte unterstützen sollen. Der Ausbau öffentlicher Dächer mit Photovoltaik kommt sehr viel später in Schwung. Der Verkehrssektor hinkt weiterhin bei den Einsparungspotentialen erheblich hinterher. Da ist nicht nur die weitere, sehr positive Stärkung des Hamburger Umweltverbundes sinnvoll. Notwendig wäre mit Blick auf die offenbaren Lücken eine Steuerung mit effektiver Emissionsreduzierung auch Maßnahmen wie eine City-Maut wie in London, die Einrichtung einer Umweltzone wie in sehr, sehr vielen anderen deutschen Städten und eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h, bei denen auf größeren Straßen 50 km/h nur noch die Ausnahme darstellt.

Nicht alles an der Hamburger Klimaschutzpolitik ist schlecht, vieles müsste aber deutlich schneller und besser werden. Wir haben keine Zeit zu verlieren.“

Pressemitteilung NABU Hamburg


Zwischenbericht zum Klimaplan zeigt Vollzugsdefizit – Senat muss beim Klimaschutz endlich liefern

Der heute vorgestellte Zwischenbericht zum Hamburger Klimaplan offenbart nach Einschätzung des BUND Hamburg ein deutliches Vollzugsdefizit. Grundsätzlich positiv bewertet der BUND, dass sich Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher ausdrücklich von der Panikmach einiger Akteure angesichts der neuen Klimaziele distanzierte.

Insgesamt zieht der BUND eine kritische Bilanz: „Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, um den notwendigen Reduktionspfad einzuhalten“, kritisiert Sabine Sommer, Vorsitzende des BUND Hamburg. Seit 1990 seien in 33 Jahren 43 % CO2-Reduktion erreicht worden, in den kommenden 7 Jahren bis 2030 müssten demnach 27 % folgen, um die geplanten 70 % zu erreichen. Besonders gravierend seien die Lücken im Verkehrssektor. Diese Defizite will der Senat insbesondere durch die Elektrifizierung des Verkehrs schließen. Der BUND warnt, dass die Elektrifizierung des Verkehrs zwar wichtig sei, eine reine Antriebswende aber die Probleme des Verkehrs nicht ansatzweise ausreichend adressiere. Der Zwischenbericht verschweige, dass es zur Zielerreichung insgesamt weniger Autoverkehr in Hamburg brauche. Der geplante Ausbau der A1 und der Neubau der A26 Ost konterkariere das Ziel der Klimaneutralität. Stattdessen müssten umweltfreundliche Verkehrsarten wie Radfahren, Zufußgehen und öffentlicher Nahverkehr priorisiert werden. „Nur mit einer wirksamen Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs“, so Sommer „kann die Stadt ihren öffentlichen Raum so gestalten, dass ausreichend große Flächen für Fuß- und Radverkehr zur Verfügung stehen.“

Auch bei der Energiewende hinke Hamburg hinterher. „Die Einschätzung, der Photovoltaik-Ausbau sei auch auf öffentlichen Gebäuden auf einem guten Weg, entbehrt bisher jeglicher Basis. Photovoltaik auf städtischen Gebäuden und denen städtischer Unternehmen ist noch viel zu selten installiert; gerade hier muss die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen“, so Sommer.

Der Gebäudesektor bleibe ebenfalls hinter den Notwendigkeiten zurück, eine deutlich beschleunigte Sanierungsoffensive sei notwendig und ein Anstieg der Sanierungsrate, die derzeit bei nur einem Prozent liegt, insbesondere bei der städtischen SAGA mit ihren 135.000 Wohnungen.

Mit größter Sorge sieht der BUND die Überlegungen mit einer Carbon Management Strategie Carbon Capture and Storage (CCS) als vermeintliche Lösung zur Erreichung der Klimaziele einzusetzen. „CCS ist keine nachhaltige Klimaschutzstrategie, sondern ein teurer Umweg, der echte Emissionsreduktionen verzögert“, warnt Sommer. „Müll muss reduziert und nicht durch eine Technologie kompensiert werden, die energieintensiv, sehr kostspielig und mit langfristigen Risiken verbunden ist.“

Was im Klimaplan bislang völlig unberücksichtigt bleibe, seien natürliche Senken. „Wälder, Moore und andere natürliche Flächen sind wichtige Speicher von CO2. Ihre Erhaltung und Pflege muss in allen Klimaschutzplänen berücksichtigt werden, da Schäden oder Vernachlässigung die Klimawirkung deutlich verringern. Maßnahmen sollten darauf abzielen, diese Flächen gesund zu halten, Wiederaufforstung und Renaturierung zu fördern und den Verlust von CO2-Speicherkapazität zu verhindern.“ so Sommer abschließend.

Pressemitteilung BUND Hamburg


Hamburgische Klimaziele
Domm: „Unsere Stadt macht Fortschritte und steht vor großen Aufgaben“

Der heute in der Landespressekonferenz vorgestellte Zwischenbericht zum Hamburger Klimaplan macht deutlich, dass die Hansestadt beim Erreichen der Klimaziele bis 2030 bereits wichtige Fortschritte gemacht hat: Zwischen 1990 und 2023 sind die jährlichen CO2-Emissionen um insgesamt 43 Prozent verringert worden, wobei der größte Beitrag aus der Industrie kommt. Diese Zwischenbilanz ist eine Bestätigung für die erfolgreiche Hamburger Klimapolitik. Zugleich ist sie eine gute Ausgangslage, um die anstehenden, großen Aufgaben auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040 beherzt anzugehen.

Dazu Rosa Domm, Sprecherin für Klimapolitik der Grünen Fraktion Hamburg: „Der neue Bericht zeigt deutlich: In unserer Stadt ist beim Klimaschutz schon viel passiert und vorangetrieben worden. Im Vergleich zu 1990 konnten die CO2-Emissionen in Hamburg um 43 Prozent verringert werden. Diese Fortschritte sind nicht einfach so vom Himmel gefallen. Sie sind Ausdruck einer niemals nachlassenden, ambitionierten Klimapolitik und ein Erfolg der Bemühungen in der gesamten Stadtgesellschaft. Zugleich ist auch klar, dass Hamburg vor weiteren großen Aufgaben steht. Die aktuellen Emissionen müssen bis 2030 noch einmal fast halbiert werden. Diesen großen Herausforderungen für die nächsten fünf Jahre werden wir uns mit vereinten Kräften aus Politik, Wirtschaft und der Stadtgesellschaft stellen. Zentral für dieses Ziel ist die Umstellung auf erneuerbare Wärme und die Mobilitätswende: Wenn künftig deutlich mehr Menschen E-Auto, Bus und Bahn fahren und mit einer Wärmepumpe heizen, ist das gut für das Klima und den eigenen Geldbeutel. Dafür werden wir uns weiterhin mit Nachdruck in der Bürgerschaft einsetzen.“

Pressemitteilung Grüne Bürgerschaftsfraktion


Zwischenbericht zur Umsetzung des Klimaplans vorgestellt: Hamburg bei ambitionierten Klimazielen auf Kurs

Der Hamburger Senat hat heute den Zwischenbericht zum Umsetzungsstand des Hamburger Klimaplans 2025 vorgelegt. Der Bericht informiert über die Fortschritte und Herausforderungen auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele – insbesondere mit Blick auf das Zwischenziel, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 70 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Und das Ergebnis ist ermutigend: Im Jahr 2023 hat die Freie und Hansestadt ihre Emissionen im Vergleich zum Ausgangsjahr 1990 bereits um 42,9 Prozent gesenkt – das sind 6,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister: „Hamburg hat im Klimaschutz seit 2011 große Fortschritte gemacht. Bei steigenden Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen sowie zunehmender Wirtschaftsleistung wurden die CO2-Emissionen deutlich gesenkt. Grundlage für den Erfolg sind ein fachlich fundierter Klimaplan und eine systematische Klimaschutzstrategie, die wir konsequent fortführen. Der Volksentscheid zum Klimaschutzgesetz hat die Vorgaben zur Verringerung der Emissionen in den Jahren ab 2030 verschärft und noch einmal bestärkt, dass dafür nur sozialverträgliche Maßnahmen ergriffen werden dürfen. Hierzu gehört auch der Erhalt von Arbeitsplätzen und der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. In entscheidenden Bereichen wie der Wasserstofftechnologie und einer klimafreundlichen Fernwärme nimmt Hamburg eine führende Rolle unter den europäischen Metropolen ein. Der Zwischenbericht zum Umsetzungsstand des Hamburger Klimaplans zeigt aber auch, dass die Bedingungen für das Erreichen der Emissionsziele in den einzelnen Sektoren unterschiedlich sind und dass maßgebliche Faktoren dazu auf Bundesebene vorgegeben werden. Der Senat wird die in Hamburg unter der Maßgabe der Sozialverträglichkeit möglichen Klimaschutzmaßnahmen weiterhin konsequent umsetzen. Gegenüber dem Bund werden wir uns für die erforderlichen bundespolitischen Rahmenbedingungen einsetzen.“

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Hamburg bleibt beim Klimaschutz auf Kurs. Der aktuelle Zwischenbericht ist dafür ein starkes Signal: Mit weiteren ermutigenden CO₂-Einsparungen beweisen wir, dass wirksamer Klimaschutz funktioniert. Das macht Mut und Lust auf mehr. Bei der Wärmeversorgung und der Energiewende setzen wir unseren erfolgreichen Weg konsequent fort. Klar ist aber auch: Es gibt Bereiche, in denen noch einiges passieren muss. Wir haben noch viele Aufgaben vor uns und brauchen ambitionierte Rahmenbedingungen und Rückenwind aus Berlin, um auch dort schneller voranzukommen, wo uns auf Landesebene rechtlich die Hände gebunden sind. Klimaschutz ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der Hamburg vorangeht und Verantwortung übernimmt – für unsere Stadt und für kommende Generationen.“

Energiewende: Aus- und Umbau der Energieinfrastruktur kommt voran

Bei der zentralen Wärmeversorgung ist das Wachstum der Wärmenetze und die Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung durch den Kohleausstieg bis 2030, den Energiepark Hafen und den Energiepark Tiefstack aktuell auf Kurs. Die in Arbeit befindliche Wärmeplanung liefert dabei die erforderliche Orientierung. Damit Wärmenetze für die Zielerreichung in den Sektoren aber weiterhin einen effektiven Beitrag leisten können, bedarf es auf Bundesebene der Anpassung der Wärmelieferverordnung und des Förderinstrumentariums für Wärmenetze. Bei der Dekarbonisierung des Stroms werden die Weichen auf Bundesebene durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den mittelfristigen Ersatz von Kohle- durch Gaskraftwerke gestellt. Es bedarf im Bundesstrommix eines schnellen Ausbaus der Erneuerbaren Energien und einem Ersatz der aktuellen Spitzenlastabdeckung durch Kohlekraftwerke. Hamburg leistet mit dem Kohleausstieg bis 2030, der PV-Strategie und der Bereitstellung von Flächen für Windenergieanlagen einen wichtigen Beitrag.

Gebäudewärme, Prozesswärme und Ressourceneffizienz

Zuletzt wurde in Hamburg ein Anstieg der Wirtschaftsleistung bei zugleich rückläufigem Energieverbrauch verzeichnet. Die Energieeffizienz im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen konnte folglich deutlich verbessert werden. Weitere Einsparpotenziale liegen in der Wärmeversorgung und Gebäudeenergieeffizienz.

Im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen stehen Verbesserungen bei Gebäudewärme, Prozesswärme im Niedertemperaturbereich sowie bei Ressourceneffizienz im Mittelpunkt. Um hier substanzielle Einsparungen zu erzielen, hat die Freie und Hansestadt Hamburg ein umfangreiches Maßnahmenprogramm entwickelt, von dem bereits ca. 80 Prozent in Umsetzung bzw. umgesetzt sind. Zudem wurde das Förderprogramm zur energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden im August 2025 wiederaufgenommen. Geplant sind zudem unter anderem Beratungen zur betrieblichen Abwärmenutzung sowie die Förderung der Circular Economy, um Ressourcen effizienter zu nutzen und Emissionen weiter zu reduzieren.

Private Wohngebäude: schnelle Dekarbonisierung der Energieversorgung

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie hat Hamburg schon im Jahr 2021 und als erstes Bundesland eine umfangreiche Datenbasis zum Modernisierungsgrad seines Wohngebäudebestands erstellt und durch ein interdisziplinäres Gutachter-Team unterschiedliche Szenarien zur Erreichung der Klimaziele prüfen lassen. Dabei wurden nicht nur technische Belange berücksichtigt, sondern auch stets die Auswirkungen verschiedener Lösungsansätze auf die Investitions- und Wohnkosten. Daraus wurden zielgerichtete Strategien wie Kommunikations- und Beratungsangebote, Förderprogramme oder auch eine Grundlage für die kommunale Wärmeplanung abgeleitet und umgesetzt. Für die Zielerreichung bei privaten Wohngebäuden in Hamburg kommt es auf eine schnelle Dekarbonisierung der Energieversorgung an, vor allem durch einen beschleunigten Ausbau von Fernwärme sowie dem verstärkten Einsatz von Wärmepumpen. Dabei ist der Einsatz von Wärmepumpen auch in teil- und unsanierten Gebäuden möglich.

Zur Zielerreichung werden auch Maßnahmen auf Bundesebene und gegebenenfalls europäischer Ebene benötigt. Darüber hinaus muss auch auf Bundes- und EU-Ebene der Fokus auf CO2-Reduktion statt auf dem Grundsatz „Energieeffizienz an erster Stelle“ liegen. Der größte Hebel zur Reduzierung von THG-Emissionen ist die Dekarbonisierung der Energieversorgung, die energetische Sanierung dient weiterhin der Reduzierung des Energiebedarfs und erfolgt im Rahmen der Instandsetzung am Ende der Bauteillebensdauer. Außerdem sollten Maßnahmen und Bilanzierungen auf Quartiers- und Flottenebene stark ausgebaut werden, damit sie zur gleichwertigen Alternative von Maßnahmen am Einzelgebäude werden.

Aufbau des Wasserstoffnetzes HH-WIN, Norddeutsches Reallabor und Carbon Management

Verschiedene Förderprogramme zur Dekarbonisierung und Steigerung der Energieeffizienz sollen den Industriestandort Hamburg stärken und Umstieg fördern Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur, insbesondere dem Ausbau des Hamburger Wasserstoffnetzes (HH-WIN) und der Wasserstoffproduktion am Standort Moorburg. Diese Maßnahmen sollen die Industrie bei der Umstellung auf klimafreundliche Technologien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Gerade für energieintensive Industrien verspricht dies Lösungen zur Dekarbonisierung der Produktion. In Zukunft soll HH-WIN einen Großteil der Hamburger Industrieunternehmen mit grünem Wasserstoff versorgen.

Darüber hinaus fördert Hamburg innovative Projekte wie das Norddeutsche Reallabor, das praxisnahe Transformationspfade entwickelt und erprobt. Hier werden Elektrolyseure mit einer Wasserstoff-Erzeugungskapazität betrieben, die unter anderem dazu dienen sollen, fossile Energieträger in industriellen Prozessen durch Wasserstoff bzw. dessen Folgeprodukte zu ersetzen. Die Stadt plant zudem die Entwicklung einer umfassenden Carbon Management Strategie, um die unvermeidbaren CO2-Emissionen in der Industrie und Abfallwirtschaft systematisch zu erfassen, zu steuern und weiter zu reduzieren. Die Strategie soll zudem natürliche CO₂-Senken wie Moore, Wälder und Seegraswiesen stärken. Außerdem soll sie technologische Verfahren weiterentwickeln, die CO₂ abscheiden, speichern (Carbon Capture Storage) oder nutzen (Carbon Capture Utilization) können.

Ausbau des Umweltverbundes – Digitalisierung und E-Mobilität im Fokus

Um den Verkehr klimafreundlicher und zukunftsfähig zu gestalten, greift eine Kombination von abgestimmten Maßnahmen. Der konsequente Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs steht dabei im Mittelpunkt. Mit immensen Investitionen wird die Busflotte fortschreitend elektrifiziert, neue U-Bahn-Netze und Fahrzeuge werden ganze Stadtteile besser verbinden und die Infrastruktur wird digitaler und moderner. Gleichzeitig werden Rad- und Fußwege ausgebaut und Sharing-Angebote gefördert. Die Verkehrsbehörde arbeitet eng mit allen Partnern zusammen, um innovative Lösungen zu entwickeln und die Rahmenbedingungen für den Umweltverbund weiter zu verbessern. Das Deutschlandticket macht den ÖPNV zusätzlich attraktiv, da es das Tarifgefüge radikal vereinfacht und Fahrten mit Bus und Bahn zu einem fairen Preis ermöglicht. Das Schülerticket und die Einführung des Seniorentickets ab Mai 2025 zeigen, dass alle Hamburgerinnen und Hamburger Zugang zu modernen Mobilitätsangeboten haben sollen.

Auch die flächendeckende Nutzung von E-Autos soll dabei helfen, entscheidende Mengen CO2 einzusparen. Durch gebührenfreies Parken und den Ausbau der Ladeinfrastruktur werden elektrisch betriebene Autos in Hamburg attraktiver. Auf diesem Gebiet müssen Stadt, Bund, EU und Industrie aber weiter eng zusammenarbeiten, damit E-Fahrzeuge die bessere Wahl werden für Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen. Ziel ist es, den Anteil nachhaltiger Mobilitätsformen deutlich zu steigern und Hamburg als Vorreiter für klimafreundliche Mobilität zu positionieren, dazu gehört auch das autonome Fahren. Die Fortschritte werden regelmäßig überprüft, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen.

Senat leitet Prüfung weiterer Maßnahmen ein

Der aktuelle Zwischenbericht zeigt: Die Sektoren Private Haushalte, Industrie und Gewerbe/Handel/Dienstleistungen werden ihre Reduktionsziele 2030 voraussichtlich erreichen. Für die Zielerreichung im Sektor Verkehr sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Der Senat wird daher nun wie in § 6 Absatz 2 Hamburgischem Klimaschutzgesetz vorgesehen, eine umfassende Ursachenanalyse durchführen und Maßnahmen prüfen. Dies umfasst in erster Linie Rahmenbedingungen auf EU- und Bundesebene und in einem zweiten Schritt dann auch Initiativen auf Landesebene

Hamburg bleibt beim Klimaschutz auf Kurs

Der Zwischenbericht zeigt, dass Hamburg auf Kurs ist: Die Energiewende wird mit Nachdruck vorangetrieben, die kommunale Wärmeplanung und der Ausbau erneuerbarer Energien schreiten voran und die Stadt investiert in die Modernisierung der Infrastruktur. Auch im Bereich der energetischen Sanierung und Umstellung der Wärmeversorgung von Gebäuden unterstützt die Stadt mit Förderprogrammen. Die öffentlichen Unternehmen haben sich bereits auf den Weg zur Klimaneutralität 2040 gemacht. Ein Großteil der Maßnahmen des Klimaplans befindet sich in der Umsetzung oder in Vorbereitung, erste sind bereits abgeschlossen.

Weitere Informationen

Hamburger Klimaplan: www.hamburg.de/klima
Hamburger Klimaplan – Zwischenbericht zum Umsetzungsstand 2025: www.hamburg.de/go/1131692

Pressemitteilung Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)

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