Zehn Jahre nachhaltiger Einkauf: Hamburg setzt Maßstäbe

Seit zehn Jahren setzt die Stadt Hamburg konsequent mit einem Leitfaden aufumweltfreundliche und nachhaltige Beschaffung und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Bei einem bundesweiten Treffen von Beschaffungsfachleuten in Hamburg-Ohlsdorf haben Umweltsenatorin Katharina Fegebank und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel das Jubiläum gewürdigt und den Hamburger Beschaffungsleitfaden von 2025 hervorgehoben.

 

Mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von über 340 Millionen Euro für Waren und Dienstleistungen trägt die Stadt Hamburg eine besondere Verantwortung, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit aktiv zu fördern. Der Hamburger Leitfaden ist für die Verwaltung verbindlich und eine Weiterentwicklung des seit 2016 geltenden Umweltleitfadens. Er berücksichtigt neben Umwelt- und Klimakriterien auch soziale Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen und Gleichstellung. Zudem legt er klare Regeln für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen fest. Dabei stehen Kriterien wie die Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Kreislauffähigkeit von Produkten im Mittelpunkt. So wird beispielsweise der Einkauf von nicht-reparierbaren Elektrogeräten, Torfprodukten oder Einweggeschirr ausgeschlossen.

Am 14. und 15. April 2026 feiert Hamburg das zehnjährige Jubiläum im Rahmen des bundesweiten Netzwerktreffens Faire Beschaffung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), bei dem mehr als 100 Beschaffungsfachleute aus Ländern und Kommunen zusammenkommen. Die Veranstaltung bietet eine Plattform für den Austausch über Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen nachhaltiger Beschaffung als Baustein einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie.

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Hamburg ist seit zehn Jahren am Ball und eine Vorreiterin in Sachen nachhaltige Beschaffung. Der öffentliche Einkauf ist beim Klimaschutz und der Nachhaltigkeit ein wichtiger Hebel. Wir setzen auf reparaturfähige Waren mit langer Lebensdauer. Wir wollen weiter vorangehen, gerade was Innovation und grüne wie faire Produkte im öffentlichen Einkauf angeht.“

Dr. Andreas Dressel, Senator für Finanzen und Bezirke: „Unser öffentlicher Einkauf hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Er wurde zunehmend zentralisiert und setzt heute insbesondere auf einfache und standardisierte Einkaufsprozesse, strategische Zielsetzungen, den Ausbau eines Warengruppenmanagements und die Professionalisierung des Personals. Nachhaltiger Einkauf steht für verantwortungsvolles Handeln – ökologisch, sozial und wirtschaftlich – wir fördern das nicht zuletzt durch umfassende Schulungs- und Fortbildungsangebote.“

Pressemitteilung Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)

Grafik: nachhaltige Entwicklungsziele der Agenda 2030

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